Dr. Thomas Hassa
Wo ist ich und was macht es? Konzepte zu Selbstgebrauch und Körperbild in der Feldenkrais Methode und der Neurowissenschaft
Selbstgebrauch und Körperbild sind zentrale Konzepte in der Feldenkrais-Methode. Aber welches Selbst ist es, das wir da gebrauchen? Hängen Selbstgebrauch und Körperschema zusammen? Welche Grundlage hat das Körperschema? Ist es fixiert oder kann es verändert werden? Wie beeinflusst das Körperschema unsere Wahrnehmungen und Handlungen?
Dargestellt werden in der Neurowissenschaft diskutierte Konzepte zum Körperschema und Selbstbild, und auch wie diese beiden miteinander verbunden sind. Vor diesem Hintergrund wird verständlich, warum für Moshé Feldenkrais das Selbstbild so zentral war und auch inwieweit diese Überlegungen unsere Arbeit als Feldenkraislehrer:innen beeinflussen können.
Das Selbstbild, auf das wir uns in Feldenkrais-Lektionen beziehen, ist ein dynamisches. Wenn wir die Basis und die Auswirkungen von Selbstbild und Körperschema besser verstehen, können wir mit diesem Hintergrund unsere Lektionen besser anpassen, um das Selbstbild unserer Klienten zu erweitern und reicher zu machen.
Kontakt mit der Feldenkrais Methode seit 1988; jahrelange Einzelarbeit mit Harry Contompasis. Feldenkraisausbildung bei Mia Segal 1996–1999 in Nimwegen. Seit 1985 Beschäftigung mit Bewegungstechniken. Facharzt für Neurologie seit 1998. Seit 1997 tätig in der neurologischen Rehabilitation und seit über 20 Jahre neurowissenschaftliche Forschung, u. a. zu Spiegelneuronen und motorisches System. Dozent im Studiengang motorische Neurorehabilitation der Uni Konstanz. Regelmässige Vorträge zu den Berührungspunkten zwischen Neurowissenschaft und der Feldenkrais Methode.Dr. Thomas Hassa: Feldenkrais, Neurologie und Neurowissenschaft